Ergotherapie in der Geriatrie mit Demenz-Patienten

Gerade ältere Menschen bekommen (aufgrund der altersbedingten Abbauprozesse) häufig Behandlungen im Rahmen der Ergotherapie. Diese Behandlungen sind wichtig, denn sie helfen älteren Menschen dabei ihre Selbstständigkeit zu erhalten und unterstützen den Patienten bei der täglichen Strukturierung ihrer Tagesabläufe und bei der Bewältigung von alltäglichen Aufgaben. Eines der obersten Ziele ist es dabei, die Pflegebedürftigkeit der Patienten zu reduzieren (oder sogar vollends auszuschließen) und die vorhandenen Schmerzen des Patienten zu lindern. Die Ergotherapie hat sich als wichtige Therapieform in der Altersheilkunde etabliert und ist aus der Geriatrie nicht mehr wegzudenken.
Mit der Ergotherapie in der Geriatrie werden vor allem die Grunderkrankungen des Patienten behandelt, oft liegen allerdings auch Mehrfacherkrankungen vor, bei welcher die einzigartigen Therapiemodell der Ergotgherapie in der Geriatrie zum Tragen kommen. Die Ausrichtung der Therapie richtet sich dabei immer nach den Bedürfnissen und Lebensumständen des Patienten. So werden mit der Ergotherapie in der Geriatrie z.B. die Auswirkungen von Schlaganfällen behandelt oder es geht um die die Behandlung von Morbus Parkinson oder von rheumatischen Erkrankungen.

Besondere Herausforderungen bei ergotherapeutischen Behandlungen in der Geriatrie stellt die Arbeit mit Patienten dar, die an Demenz erkrankt sind. Die kognitiven Fähigkeiten sind bei diesen Patienten oft (stark) eingeschränkt, das Erinnerungsvermögen der Patienten leidet – Aufgaben und Übungen müssen häufiger erklärt und wiederholt werden, oft ist es schwerer einen “Fluss” innerhalb der Übungen herzustellen. Der Therapeut wird gerade in Therapiesitzungen mit Demenz-Patienten sehr beansprucht. Für derartige Sitzungen ist ein großes Maß an Erfahrung und fachspezifischem Wissen notwendig um den Patienten optimal zu therapieren und um nicht die Ruhe zu verlieren oder gar in Frustration zu verfallen.

Doch gerade bei Patienten, die an Demenz erkrankt sind lohnen sich die Übungen der Ergotherapie-Sitzungen und wecken unter Umständen Erinnerungen an vergangene Zeiten, z.B. durch eine Melodie zu der man sich bewegt oder durch eine Bewegung die man macht. Wichtig ist die Ergotherapie in der Geriatrie bei Demenz-Patienten auch um Bewegungsdefizite auszugleichen, die zwangsläufig durch den Krankheitsverlauf (und die eingeschränkte Handlungsfähigkeit im Alltag) entstehen.

Siehe auch: mehr zur Ergotherapie in der Geriatrie.

This entry was posted on Montag, Juli 26th, 2010 at 13:22 and is filed under Demenz medizinisch. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

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