Hilfe für pflegende Angehörige

Die Betreuung von Dementen ist sehr anstrengend und raubt viel Kraft und Lebensfreude. Völlig verständlich ist es, wenn sich Angehörige selbst um den Erkrankten kümmern möchten. Schwierig wird es aber, wenn die Angehörigen dadurch keine Zeit mehr für sich selbst finden. Ein pflegender Mensch, der sich selbst vernachlässigt, hat bald keine Kraft mehr und steht unter enormen psychischen Druck.
Die Lösung können niedrigschwellige Betreuungsangebote sein, wie sie unter anderem verschiedene Wohlfahrtsverbände und soziale Vereine anbieten. Hier kommen ausgebildete Laienhelfer oder professionelle Kräfte ins Haus, um den Haushalt oder den Einkauf zu erledigen. Das, wozu sonst kaum Zeit bleibt. Je nach Angebot sind diese Helfer auch in der Lage, den Angehörigen die Betreuung für ein paar Stunden abzunehmen. Sie kümmern sich in dieser Zeit um den Dementen, beschäftigen diesen, so gut es geht, reden mit ihm, lesen ihm vor und können zum Teil sogar leichte Pflegetätigkeiten übernehmen. Detaillierte Angebote für die Ablösung von Angehörigen und leichte Betreuungsangebote sind bei den entsprechenden Anbietern vor Ort zu erhalten.

Die Möglichkeit, auf diese Hilfe zurückzugreifen, sollten sich Angehörige nicht entgehen lassen, da sie so ein paar Stunden in der Woche für sich gewinnen können. Ein paar Stunden, in denen sie die Pflege des Dementen beiseiteschieben und an sich selbst denken können. Etwas, was bei der Dauerbetreuung von Dementen häufig genug zu kurz kommt. Diese Zeit ist wichtig, um sich auf die eigenen Bedürfnisse zu besinnen und neue Kraft zu tanken.

Finanziell gesehen sind die niedrigschwelligen Betreuungsdienste sehr günstig. Die Angebote sind so ausgerichtet, dass die Kranken- bzw. Pflegekassen zumindest einen Teil der Kosten decken und so praktisch keine finanzielle Belastung für die Angehörigen entsteht. Der Nutzen dagegen ist enorm. Eine spürbare Entlastung der Angehörigen und eine fachkundige Betreuung der Dementen.

This entry was posted on Montag, Juli 5th, 2010 at 13:24 and is filed under Angehörige. You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

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